WISSENSLÜCKEN

EINE VIRTUELLE DAUERAUSSTELLUNG

Während der intensiven Beschäftigung mit dem Impfthema haben sich bei uns im Laufe der Jahre viele Beispiele von Wissenslücken angesammelt. Gerne stellen wir unsere Exponate der breiten Allgemeinheit zur Verfügung. Für den einen oder anderen mögen sie nützlich sein in der mündigen Entscheidung oder in der rechtlichen Auseinandersetzung.

Die Geschmäcker sind ja bekanntlich recht verschieden. Der eine hält unsere ausgestellten Wissenslücken für relevant. Der andere ignoriert sie. Sollten Sie auch das eine oder andere passende Exponat besitzen, würden wir uns über eine Dauerleihgabe freuen. Auch wir werden nach und nach weitere Wissenslücken aus unserem Fundus hier ausstellen.

Wir wünschen Ihnen einen interessanten Besuch unserer Ausstellung und freuen uns über Rückmeldungen.

Dezember 2022

#11 WISSENSLÜCKE
Erhöhung der Antikörper

In den Studien zu den angepassten COVID-19-Impfstoffen löste jede weitere Impfung eine nochmalige Erhöhung der Antikörper im Blut aus. Von dieser immunologischen Reaktion wird allgemein eine Schutzwirkung vor Erkrankung abgeleitet. In Modernas Studie zum angepassten Omikron-BA.1-Impfstoff jedoch gab es ausgerechnet bei den Testpersonen mit den stärker erhöhten Antikörperwerten nach einer BA.1-Impfung mehr COVID-19-Fälle als bei den Testpersonen, die nochmals eine ursprüngliche COVID-19-Impfung erhalten haben und vergleichsweise niedrigere Antikörperwerte zeigten. Das Ziel aller COVID-19-Impfstoffstudien war und ist die Erhöhung der Antikörper, allerdings mit zweifelhaftem Nutzen zur Verhinderung einer Erkrankung.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16167272

November 2022

#10 WISSENSLÜCKE
Generationen mit RSV

Bei Säuglingen ist eine Infektion mit RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) die häufigste Ursache für die Behandlung einer akuten Atemwegserkrankung im Krankenhaus. Warum es in den letzten Jahrzehnten zu einer Zunahme dieser Erkrankung bei Kindern gekommen ist, ist unklar. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Masern-Impfungen der Mütter noch viele Jahrzehnten später einen Einfluss auf die Anfälligkeit ihrer Neugeborenen haben. Eine mögliche unerwünschte Langzeitfolge von Impfungen, die noch viel zu wenig erforscht ist.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16167272

Oktober 2022

#09 WISSENSLÜCKE
COVID-19 Omikron Impfstoff BA.1

Von besonderem Interesse für den Patienten ist immer die Frage, ob ein Arzneimittel die erforderliche Wirkung zeigen wird. Den COVID-19-Impfstoffen wird ein Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen zugesprochen, obwohl diese in den Zulassungsstudien noch nicht einmal untersucht wurden. In den Studien zu den an die Omikron-Variante BA.1 angepassten Impfstoffen ist die Wissenslücke sogar noch größer. Die Impfeffektivität (Vakzineeffektivität) war erst gar kein Teil mehr der Studien.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/40_22.pdf?__blob=publicationFile 

Oktober 2022

#08 WISSENSLÜCKE
COVID-19 Omikron Impfstoff BA.4/5

Zugelassen durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und empfohlen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) wurden die an die Omikron-Variante BA.4/5 angepasste COVID-19-Impfstoffe ohne vorherige Prüfung am Menschen. Die Hersteller BioNTech und Pfizer haben den Impfstoff im Tierversuch an mindestens acht Mäusen getestet, der Hersteller Moderna an mindestens zehn Mäusen. Noch unbekannt ist somit, ob die angepassten Impfstoffe bei der Verabreichung an Menschen die erhoffte Wirkung und erforderliche Sicherheit erfüllen. Es besteht bei der geringen Sterblichkeit unter der Omikron-Variante keinerlei Notlage, die dieses Vorgehen begründen würde.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/40_22.pdf?__blob=publicationFile 

#07 WISSENSLÜCKE
Definition Impfschutz

Wird durch Impfungen ein Impfschutz aufgebaut, ist dieser durch medizinische Messgrößen darstellbar, beispielsweise den Antikörpertiter. Das Robert Koch-Institut lehnt Blutanalysen zur Bestimmung des Impfschutzes zumeist ab. Allein durch die Anzahl und Art der durchgeführten Impfungen soll auf den vermutlich bestehenden Impfschutz geschlossen werden. Bei einer definierten Anzahl von Eintragungen im Impfpass soll davon ausgegangen werden, dass die Person immun ist. Impfschutz ist damit definiert, die tatsächliche Immunität damit jedoch völlig ungewiss.

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/MMR/Roeteln/Liste_Roeteln.html

#06 WISSENSLÜCKE
Langzeitsicherheit

Während die neuartigen COVID-19-Impfstoffe bereits massenhaft verwendet werden, laufen die Zulassungsstudien noch. Ergebnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit müssen weiterhin den Zulassungsbehörden vorgelegt werden. Insbesondere zur Langzeitsicherheit der
COVID-19-Impfungen fehlen nach wie vor die Daten.

https://www.ema.europa.eu/en/documents/rmp-summary/comirnaty-epar-risk-management-plan_en.pdf

#05 WISSENSLÜCKE
Nicht-Veröffentlichung von Studien

Rund 40% aller durchgeführten Studien werden nie veröffentlicht. Es kommt zu einer Verzerrung, wenn Studien mit positiven Ergebnissen häufiger und schneller veröffentlicht werden als Studien mit negativen Ergebnissen. Gerade Studien, die durch die Industrie gefördert werden, haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit nie veröffentlicht zu werden. Diese Verzerrung führt zu einer falschen Einschätzung der geprüften Arzneimittel und stellt für die Patienten eine große Unsicherheit dar.

https://cordis.europa.eu/article/id/91588-reducing-dissemination-bias/de

#04 WISSENSLÜCKE
Wirksamkeit der Grippe-Impfungen

Die Wirksamkeit der saisonalen Grippe-Impfungen wird im Nachhinein berechnet. Diese reichte in den letzten zehn Jahren von negativer Effektivität, bei der Influenza-geimpfte Personen eher an Influenza erkrankten und mehr Viren mit der Atemluft ausstießen als Personen ohne Influenza-Impfungen, bis zu etwa 60% Effektivität. Ob sich die zuvor prognostizierten Virentypen im Winterhalbjahr tatsächlich zeigen und sich der Impfstoff als passend herausstellt, ist jedes Jahr aufs Neue ungewiss.

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

#03 WISSENSLÜCKE
Zyklusveränderungen

Es bestehen unzählige Erfahrungsberichte von Frauen, deren Zyklus sich nach den COVID-19-Impfungen deutlich veränderte oder ganz ausblieb. Viele Monate lang wurde jeglicher Zusammenhang zwischen den neuartigen COVID-19-Impfstoffen und einer verkürzten oder verstärkten Menstruation negiert.
Seit Juli 2022 sind die Ergebnisse einer israelischen Studie bekannt, bei der 40% der teilnehmenden Frauen eine Zyklusveränderung nach den COVID-19-Impfungen BioNTech/Pfizer Impfungen erlebt haben. Ob und welche Folgen derartige Einflüsse in den weiblichen Zyklus gerade für Kinder und junge Frauen haben kann, ist ungewiss.

https://obgyn.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijgo.14356

#02 WISSENSLÜCKE
Verbleib der mRNA im Körper

Seitdem mehrere Studien aufzeigen konnten, dass die injizierte mRNA der Impfstoffe Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna keineswegs „kurze Zeit“ sondern noch mehrere Wochen im Körper nachweisbar ist, musste auch das RKI auf diese neuen Erkenntnisse reagieren. Diese Aussagen sind daraufhin kommentarlos von der Website entfernt worden. Ungeklärt ist nach wie vor, wie lange genau die mRNA im Körper einer geimpften Person zirkuliert. Die Studien dazu haben nur ein begrenztes Zeitfenster betrachtet. Es ist somit immer noch unbekannt, wie lange die mRNA aus den Impfungen weiterhin Spike-Proteine bildet.

Quelle VOR April 2022: Quelle SEIT April 2022: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

#01 WISSENSLÜCKE
Herzmuskelentzündung

Das Wissen um die Impfkomplikation einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) insbesondere bei jungen Männern besteht bereits seit Februar 2021. Die COVID-19-Impfungen werden dennoch auch dieser Personengruppe weiterhin uneingeschränkt empfohlen. Erfahrungen zu den längerfristigen Folgen einer impfbedingten Myokarditis nach mRNA-Impfungen bestehen noch nicht.
Vor Verwendung der neuartigen COVID-19-Impfstoffe fanden sich Angaben, dass nach einer Myokarditis für einen Teil der Patienten innerhalb von durchschnittlich 5 Jahren ein Spenderherz nötig werden könnte. Vor diesem Hintergrund wird sich diese Wissenslücke vielleicht erst in den kommenden 3-6 Jahren langsam schließen…

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022
/Ausgaben/21_22.pdf?__blob=publicationFile

Die Kurzzeitprognose einer akuten Myokarditis ist in der Regel gut, variiert allerdings je nach Ursache stark. Diejenigen Patienten, die sich zunächst erholen, können eine krankhafte Erweiterung des Herzmuskels sowie eine Herzschwäche entwickeln, manchmal noch Jahre später.

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(11)60648-X/fulltext